Karl Förster zum 50. Todestag

"Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, werde ich wieder Gärtner"


 

mehr...

Aufgrund der Umstände konnten nur wenige der geplanten Gartengespräche im kleinen Kreis stattfinden, sie sollen aber im nächsten Jahr nachgeholt werden.

Jeder Garten spiegelt die Persönlichkeit seines Erschaffers wider. Oberfranken bietet eine Vielzahl von besonderen und sehenswerten Privatgärten. Einige davon werden zu den OBERFRÄNKISCHEN GARTENGESPRÄCHEN geöffnet. Ziel dieser Aktion ist es, Menschen über ihre Gartenleidenschaft zu verbinden, ins Gespräch zu kommen und eine besondere Gartenzeit zu erleben.

Wegen der Corona-Pandemie konnten von den geplanten Gesprächen leider nur einige wenige im kleinen Kreis besucht werden. Wir hoffen aber, dass wir dieses Format 2021 wie geplant fortsetzen können.

mehr

Anette Martin in ihrem Gemüserondell

Großer Auftritt für Gemüse

Schwester Heidi im Garten der Christusbruderschaft Selbitz

Im Garten der Christusbruderschaft

Im Nutzgartens der Communität finden helfende Gäste der christlichen Gemeinschaft bei der Gartenarbeit Entspannung und Ruhe. Schwester Heidi öffnete uns die Pforten des Gartens, wo neben Blumen, Obst und Gemüse im großen Tomatengewächshaus seltene und ungewöhnliche Sorten kultiviert werden.

In jedem Raum / Pflanz einen Baum / Und pflege sein / Er bringt dir‘s ein.

Der Gärtnermeister

Wenn man mit Hans Müller durch seinen Garten schlendert und er dabei lebhaft und unterhaltsam von seinen Erfahrungen erzählt, kann man kaum glauben, dass er 83 Jahre alt ist. Und Erfahrungen hat er viele gemacht in seiner 30jährigen Tätigkeit als Leiter des Stadtgartenamts, als Lehrer an der Berufsschule oder als Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, um nur einige zu nennen.

„Man muss bei den Kindern bereits einen Keim legen, dann kommen sie auch später zum Gärtnern“ Bereits als 5-jähriger half er dem Onkel beim Veredeln und Pflanzen der Obstbäume, für den Schulgarten grub er später Wildlinge zum Veredeln aus. Da ist es kein Wunder, wenn er heute ein prächtiges Birnenspalier im Garten stehen hat - eines, wie man es sonst bestenfalls noch in einem Schlossgarten sieht. 23 verschiedene Apfelsorten gibt es auch noch, Pfirsiche und Kirschen - wenn die Stare etwas übriglassen.

„Der Garten muss denen nutzen, die darin wohnen“ Sein Hausgarten ist ein Nutzgarten im besten Sinn. Im großen Gemüsebeet gedeihen Kartoffeln, Fenchel, gelbe und rote Rüben, Salat, Kohlrabi und Blumenkohl; Gurken, Paprika, Auberginen und Tomaten teilen sich das Gewächshaus und den warmen Platz vor dem Geräteschuppen. Und dann gibt es noch Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Erdbeeren und natürlich Kräuter. Alles wird von Hans Müller noch selbst ausgesät, gepflegt, geerntet, verarbeitet, eingeweckt– und auch gerne bei passender Gelegenheit verschenkt. 

„Erst muss man den Boden ernähren, dann ernährt der Boden die Pflanzen“ Ein guter Kompost ist ihm wichtig für den Garten, und das Wasser zum Gießen. Es wird aus den Dachrinnen in einen Teich geleitet, an dessen Ufer Hans Müller gerne auf dem „Bänkla“ sitzt und die Vögel und Insekten beobachtet oder den ein oder anderen Karpfen angelt.

 

Der Gartenpoet

Friedhelm Haun ist als Kreisfachberater in Kulmbach bekannt und übt daneben das Amt des Schatzmeisters im Bezirksverband Oberfranken für Gartenbau und Landespflege aus. Er ist aber auch "Gelegenheitspoet", wie er sich selbst bezeichnet. 

Bei den "Gartengesprächen" in der Umweltstation Werismain gab er am 14.05.2019 eine Kostprobe seines Könnens. Weitere Gedichte findet man auf seiner Homepage  "Füllhorn der Gartenlyrik".

Im Garten

Der Natur so nahe,
dem Himmel nicht fern
bin ich im Garten:
So hab' ich's gern.

Der Tau am Morgen,
die Wolken zieh'n,
die Sonne blinzelt:
So lieb' ich ihn.

Die Knospe bricht auf in Farben,
die Bäume spenden die Frucht,
die Sträucher bieten Beeren:
So hab' ich es gesucht.

Friedhelm Haun 2012